DIARY

27.11.09 / Oschersleben, Alge

04.12.2009 von Philipp

"Ein Pistkit? Bocky, das bist du!"

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Dass man gerade am Freitag nicht immer frühzeitig loseiern kann, ist bei weiteren Strecken ein altbekanntes Problem. Dieses Mal erwischt es uns besonders ungünstig: Bis mindestens um 18.00 Uhr findet bei mir anner Schule der alljährliche Weihnachtsbasar statt. Aber was soll’s – das Ding wird für einen guten Zweck veranstaltet – alle Einnahmen werden einem Waisenhaus in Sri Lanka gespendet. Und so fahre ich mit einem Kollegen mit bis nach Ahrensburg, springe dort ins wartende Streckermobil und ein paar Diskussionen später, welche Mucke gerade die beste sei, sind wir auch in Oschersleben anner Alge (gegen 22.30 Uhr).

Die erste Band ist bereits durch, die Veranstalter WAY DOWN beginnen just gerade. Schade, die eigentliche Alge ist saugemütlich (erinnert bisken ans Lübecker Treibsand), doch irgendwie fehlt ein Veranstalter, also findet dat Konz im Proberaum von WAY DOWN statt. Das ist einerseits ganz geil, weil Floorshows immer rulen, andererseits besitzen Proberaumkonzerte so’n gewisses notdürftiges Flair.
 

WAY DOWN hauen trotzdem rein und die Garage ist gut gefüllt mit Leuten, die diese Band ganz sicher kennen. Hell, wir Vlads, Bocky und Strecker sind bestimmt die einzigen, die WAY DOWN bisher ausschließlich über MySpace kennen. Geiler wütender Hardcore.
 

Wir haben kaum die Spaghetti verdaut und das erste Sternbräu (oder Sternburg?) getrunken, da heißt es auch schon Leinen los. Immerhin reicht der Platz, um im Kreis zu rennen, auf dem Boden herumzurollen und von der Heizung zu springen. Das honorieren die Menschen in Oschersleben, wie diverse MySpace-Einträge in den nächsten Tagen beweisen. Oder vielleicht haben sie auch nur genau so viel Mitleid mit Ronnie James Dio, dem wir aufgrund seiner Krebserkrankung eine gute Genesung wünschen?


TACKLEBERRY definieren den Begriff „Wut“ dann nochmal neu. Brett! Hannes nutzt jeden Millimeter und keift gegen Fußball und Mario Barth, was Applaus findet. Ich kann mit Fußball auch nichts anfangen, will das natürlich generell keinem mies machen. Aber wenn es nun mal Tatsache ist, dass sich schwule Fußballspieler nicht outen können aufgrund der zu erwartenden Ressentiments, dann ist das bitter und lässt einen erkennen, dass die FDP liberaler ist als der Profisport… Aber zurück zu TACKLEBERRY: Brett!

Bocky will jetzt endlich wissen, was zur Hölle das Wort "Pistkit" aus dem Song "Me And The Pistkit" bedeuten soll und konfrontiert Hannes mit dieser Frage. Hannes: "Ein Pistkit? Das bist du, Bocky!" (Anm: Pistkit = pissed kid...)

Das Streckermobil fährt zurück in den Norden und nimmt Tackle-Peder mit, während ich mit den Tackleberrys schlafe. Also, im selben Raum jetzt. Ihr wollt aber immer alles zweideutig verstehen, tz tz. Dabei haben wir ganz unschuldig literaturwissenschaftliche Themen beackert und noch ein bisschen Sternbräu getrunken!

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