25.09.10 / Hamburg, Lobusch
28.09.2010 von Philipp
Agrargift!
Uff, das Hochkommen am Samstach verläuft eher schleppend und irgendwie geht alles gaaaaanz laaangsam…. Kein Wunder, dass wir viel zu spät loseiern und trotz Streckers tollkühnen Fahrkünsten lockere zwei Stunden nach der vereinbarten Zeit (21.00 Uhr…) inner Lobuschstraße in Altona ankommen!
Aber Punkeruhren gehen anders und so verläuft alles dennoch entspannt. Erfreut können wir beim Pigsmoker speisen, der wieder ein leckeres veganes Mahl zubereitet hat. Auch dieses Mal strotzt der Mann vor Anekdoten und erzählt vom Aufeinandertreffen mit einer Horde vermeintlicher Faschoskins, einer Busfahrt durch viel zu enge Altonaer Straßen und den bedauerlichen Kollateralschäden (keine Angst, nur Blech und Rückspiegel)…
Letzter Gig für AGROTOXICO auf dieser Tour, die immerhin 17 Auftritte beinhaltete. Da wird nicht nur Ballo etwas wehmütig zumute… Auch Hamburger Schmuddelkind Pape hängt etwas in den Seilen, was allerdings daran liegen kann, dass er gestern aufm Kieler Bahnhof genächtigt hat…
Als wir anfangen wollen, liegt der Gute quer auf der Bühne. Gern hätten wir ihn als Deko benutzt, aber die Bühne ist so klein, dass wir eh schon kaum draufpassen. Steh/hüpf ich eben vor der Bühne, Floorshows rule O.k.! Die Hütte ist proppenvoll, was ich im Gegensatz zu gestern auch nicht anders erwartet hatte. Viiele Bekannte versüßen den Auftritt, der musikalisch noch besser als gestern läuft. Allerdings (für mich) auch anstrengender, da es eng und heiß ist und man sich entweder auf der Bühne gegenseitig anrempelt oder im Pit von den Rüpeln im Pit weggeschubst wird. „Schnauze halten, spielen!“, verlangt ein Zwischenrufer bei einer meiner Ansagen, worauf ihm jemand antwortet: „Der darf das, der ist Lehrer!“…
Ja, AGROTOXICO… ho ho ho. Heute brechen alle Dämme – beim dritten Song geht der Pogopit von der Bühne bis zur Eingangstür. Ab und zu steckt Aggl seine Rübe durch das Barfenster und grinst sich feist einen ab. Es fällt lediglich ein aggressiv „tanzender“ Skin auf, der ständig Ellenbögenhiebe verteilt. Aber die Punker bringen den Kerl eindrucksvoll zur Räson, indem er kurzerhand von vier Seiten gleichzeitig angesprungen wird, bis er entkräftet aufgibt… Der Mob ist eh in Fahrt und feiert AGROTOXICO mit Gesängen wie im Fußballstadion (!) ab, voll geil.
Später wird es für Strecker nervig: Wie ein Sack Flöhe verhalten sich die Vladis – kaum hat er einen in den Bus gesetzt und holt den nächsten vom Tresen, ist ersterer schon wieder entfleucht und verabschiedet sich zum x-ten Mal von den Brasilianern…
Fortsetzung folgt…


