23.04.10 / Verden, Juz Dampfmühle
27.04.2010 von Philipp
EMPTY TANKARD!
Bereits auf unserem letzten Verdener Konzi im April 2009 hatte
Ballo von der BREAK-THE-SILENCE-Konzertgruppe einen spontanen Geistesblitz: Ob
wir denn gerne mit TANKARD spielten, die hätten sie gerade für April ’10 gebucht?
Unsere Reaktion: „Ja, da lass uns mal ein wenig drüber grübeln und diskutieren…
FUCK JAAAA, MANN!“
Und so sitzen wir dann auch schon ein Jährchen später bei guter Laune im Streckermobil gen Verden. Dort angekommen, bevölkern bereits singende und in Kutten gewandete Horden Metaller das Areal um die Dampfmühle. Geil, wir treffen viele Bekannte und die eh schon knappe Zeit vergeht wie im Fluge. Einziger Wermutstropfen: Die Knüllerbrutalopunks von IN IRATUS haben sich aufgelöst (also, nicht sich als Menschen, sondern „nur“ die Band, aber das ist traurig genug).
ADJUDGEMENT beginnen den Reigen und das Juz füllt sich bereits. Später sollen es 460 zahlende BesucherInnen werden (laut Ballo neuer Rekord im JUZ), die den Laden vollsudeln und komplett das Bier wegtrinken (obwohl die Crew mehrfach Kästen im Dutzend nachholt). Die Hannoveraner ballern schön aggressiv puren Hardcore heraus. Für einige heute sicherlich zu wenig Metal, aber ein Pit bildet sich dennoch. Besonders gut gefällt mir „Pit Fight Sucker“, dessen textliche Message selbsterklärend ist.
Wir haben einen fast reibungslos verlaufenden Gig – Andi geht heute NICHTS kaputt, das allein wär ja schon ein Grund, sich zu freuen. Dazu regelt Knopfchecker Bocky einen druckvollen Klang. Und obendrein werden wir äußerst positiv empfangen – direkt vor der Bühne lassen Schüttelrüben ihre Matten kreisen, es gibt Fistbanger, Stagediver und ein erstaunliches Applauslevel. Wir müssen allerdings verkünden, dass es heute noch keinen neuen Song zu hören gibt und ziehen uns damit aus der Affäre, dass wir die Inverted Frog-Screams noch nicht perfekt beherrschen. Außerdem ermitteln wir, dass das Publikum zu mindestens 80% vegan ist! Die hochgezogenen Augenbrauen werden mittels neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse besänftigt: Bier ist vegan! To the death!
DEW-SCENTED lassen dann so richtig den Thrash-Hammer niedersausen. Der Laden ächzt förmlich unter der geballten Power von Band, Bierfontänen und schwitzendem Mob. Die Besetzung ist ja fast komplett neu, aber wie immer tight eingespielt. Leif (v) muss ein furchtbarer Banddiktator sein!
Sehr krass ist der neue Drummer, der Gene Hoglan ein wenig optisch ähnelt und
vor allem ähnlich entspannt und präzise zugleich zockt. Neue Songs kommen gut,
ansonsten ist mein Highlight „Cities Of The Dead“!
TANKARD laden zum krönenden Abschluss zu einer gelungenen Werkschau durch mehrere Dekaden Thrash. Der ca. 60 kg (!) leichtere Gerre hat immer einen knackigen Spruch parat, allerdings beim letzten Mal irgendwie noch derber gekreischt, fand ich. Aber egal, ich muss mich an einen Schulkumpel erinnern, der mich 1987 oder 1988 fragte, welche Thrashband als EINZIGE nicht ausgewimpt sei. Und er meinte na logisch TANKARD, aber ob er damit gerechnet hätte, dass die anno 2010 – über 20 Jahre später weiterhin Vollgas geben? Chapeau!
Wir fahren danach alle noch in ‘ne Kneipe, aus der ich mich allerdings früher verabschieden muss: um 4:40 Uhr fährt mein Zug, der mich nach Süden bringt zum KEEP IT TRUE-Festival. Aber das ist eine andere Geschichte, die demnächst auf www.dremufuestias.de erzählt werden wird.
Von den anderen höre ich später haarsträubende Dinge, die auf der Rückfahrt enthüllt werden und die ich natürlich sofort weitergeben muss: Bocki verliere langsam seinen Punkerstatus und werde Rockstar! Wie das sein kann? Unser Pistkit soll in EINEM HOTEL geschlafen haben, mit Frühstück (!), er soll gar GEDUSCHT haben und ferner sei er jetzt derart von digitalen Mischpulten angetan, dass er sofort eins von uns gekauft haben wolle!
Und so sitzen wir dann auch schon ein Jährchen später bei guter Laune im Streckermobil gen Verden. Dort angekommen, bevölkern bereits singende und in Kutten gewandete Horden Metaller das Areal um die Dampfmühle. Geil, wir treffen viele Bekannte und die eh schon knappe Zeit vergeht wie im Fluge. Einziger Wermutstropfen: Die Knüllerbrutalopunks von IN IRATUS haben sich aufgelöst (also, nicht sich als Menschen, sondern „nur“ die Band, aber das ist traurig genug).
ADJUDGEMENT beginnen den Reigen und das Juz füllt sich bereits. Später sollen es 460 zahlende BesucherInnen werden (laut Ballo neuer Rekord im JUZ), die den Laden vollsudeln und komplett das Bier wegtrinken (obwohl die Crew mehrfach Kästen im Dutzend nachholt). Die Hannoveraner ballern schön aggressiv puren Hardcore heraus. Für einige heute sicherlich zu wenig Metal, aber ein Pit bildet sich dennoch. Besonders gut gefällt mir „Pit Fight Sucker“, dessen textliche Message selbsterklärend ist.
Wir haben einen fast reibungslos verlaufenden Gig – Andi geht heute NICHTS kaputt, das allein wär ja schon ein Grund, sich zu freuen. Dazu regelt Knopfchecker Bocky einen druckvollen Klang. Und obendrein werden wir äußerst positiv empfangen – direkt vor der Bühne lassen Schüttelrüben ihre Matten kreisen, es gibt Fistbanger, Stagediver und ein erstaunliches Applauslevel. Wir müssen allerdings verkünden, dass es heute noch keinen neuen Song zu hören gibt und ziehen uns damit aus der Affäre, dass wir die Inverted Frog-Screams noch nicht perfekt beherrschen. Außerdem ermitteln wir, dass das Publikum zu mindestens 80% vegan ist! Die hochgezogenen Augenbrauen werden mittels neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse besänftigt: Bier ist vegan! To the death!
DEW-SCENTED lassen dann so richtig den Thrash-Hammer niedersausen. Der Laden ächzt förmlich unter der geballten Power von Band, Bierfontänen und schwitzendem Mob. Die Besetzung ist ja fast komplett neu, aber wie immer tight eingespielt. Leif (v) muss ein furchtbarer Banddiktator sein!
Sehr krass ist der neue Drummer, der Gene Hoglan ein wenig optisch ähnelt und
vor allem ähnlich entspannt und präzise zugleich zockt. Neue Songs kommen gut,
ansonsten ist mein Highlight „Cities Of The Dead“!TANKARD laden zum krönenden Abschluss zu einer gelungenen Werkschau durch mehrere Dekaden Thrash. Der ca. 60 kg (!) leichtere Gerre hat immer einen knackigen Spruch parat, allerdings beim letzten Mal irgendwie noch derber gekreischt, fand ich. Aber egal, ich muss mich an einen Schulkumpel erinnern, der mich 1987 oder 1988 fragte, welche Thrashband als EINZIGE nicht ausgewimpt sei. Und er meinte na logisch TANKARD, aber ob er damit gerechnet hätte, dass die anno 2010 – über 20 Jahre später weiterhin Vollgas geben? Chapeau!
Wir fahren danach alle noch in ‘ne Kneipe, aus der ich mich allerdings früher verabschieden muss: um 4:40 Uhr fährt mein Zug, der mich nach Süden bringt zum KEEP IT TRUE-Festival. Aber das ist eine andere Geschichte, die demnächst auf www.dremufuestias.de erzählt werden wird.
Von den anderen höre ich später haarsträubende Dinge, die auf der Rückfahrt enthüllt werden und die ich natürlich sofort weitergeben muss: Bocki verliere langsam seinen Punkerstatus und werde Rockstar! Wie das sein kann? Unser Pistkit soll in EINEM HOTEL geschlafen haben, mit Frühstück (!), er soll gar GEDUSCHT haben und ferner sei er jetzt derart von digitalen Mischpulten angetan, dass er sofort eins von uns gekauft haben wolle!


