22.05.09 / Rauenstein, Kulti
28.05.2009 von Philipp
Get in the van!
Yeah, nachdem Zarc leider heftich krank war und wir am Wochenende zuvor schweren Herzens den Auftritt mit BLUTTAT in Mülheim absagen mussten, sind wir jetzt um so besser gelaunt, da er nun wieder fit ist und wir nach Rauenstein und Salzgitter brettern können. GET IN THE VAN, DICKEN!
Leider ist Strecker auf Festival, sodass wir uns nach einem anderen Gefährt umsehen mussten. Der höfliche Fucker Leif (THE BAD DAYS) hat uns sein BADMOBIL geliehen – vielen Dank. Allerdings ist hier kein Platz mehr für Knöppeschrauber Bocki, was Nils noch Kopfschmerzen bereiten soll.
Stunde um Stunde donnern wir durch die Republik, zum Schluss über serpentinenhafte Pfade, Berge und durch winzige Dörfer. Wenn ich nicht mit Bonehouse schon mal dort gespielt hätte, würde ich jetzt wohl auch so ein skeptisches Gesicht ziehen wie die anderen…
Aber nicht nur finden wir das Kulti, es kommen sogar über 100 Punks, Schüttelrüben und Metalcoresportler. Begeistert treffen wir Veranstalter Milch, der heute auch mit seiner Band CONFRONTATION hier spielt, der erste Auftritt seit längerem. Er ist nur ganz überrascht, als ich nach dem Ort der Pennplätze frage: „Wie? Ich dachte, ihr fahrt wieder nach Hause, so wie letztes Mal mit Bonehouse?“. Daran konnte ich mich gar nicht erinnern – da sind wir damals doch offenbar noch nachm Gig 700 km durch die Nacht gedonnert! Warum, weiß keiner mehr.
Eins muss man sagen: Der Mischer hat voll Ahnung …von Volksmusik! Jedenfalls sträuben sich Nils die Haare und auch die erste Band MOLOTOV ROCKTAILZ sehen beim Soundcheck eher unglücklich aus. Daher wird der Kerl kurzerhand seines Postens enthoben und Nils schraubt an den Knöppen rum. Zwar protestiert der Typ ab und zu, sieht aber wohl schließlich ein, dass es für alle besser so ist. Außer für Nils, der nun einen etwas stressigen Abend hat und für unseren Gig direkt vom Mischpult zur Bühne hechtet.
Davor überzeugen sowohl THE MOLOTOV ROCKTAILZ als auch CONFRONTATION, beide schön krachiger Hardcore/Punk von sympathischen Menschen.
Unser Auftritt wird zum Teil von violent dancing begleitet, man wundert sich, aber hier im tiefen Thüringen steht man offenbar auf Circle Pits und Windmilling. Wir hingegen fordern zu garnix auf, außer zur sofortigen Weltrevolution. Ein nahezu optimaler Vladi-Gig, muss ich sagen, denn die Rahmenbedingungen sind astrein. Ich trete zwar ständig irgendwelche Bierflaschen um, sodass uns die Playlists davonschwimmen. Aber es ist nun mal so: Geräte hassen mich.
TYP 1 kommen aus der Gegend und feuern aus allen Rohren. Schlachthaus-Metalcore ohne Samthandschuhe.
Danach geht es zu Veranstalter Milch, dem wir noch Bier wegtrinken, die Bude vollstinken und seine Plattensammlung durcheinanderbringen. Nein, war sehr nett hier!


