DIARY

20.03.09 – Schleswig / Zentrum

23.03.2009 von Philipp

Tribute To Vadder

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Na, was ist denn hier passiert? Seit Ende 2006 war ich nicht mehr im Zentrum – leider ist die Gegend drumherum nicht schöner geworden – kaum noch Grün und fette neue Betonklötze überall. Nur hinterm Juze heißt et nicht „zurück zum Beton“, da gibt es immer noch den Ausblick auf Bolzplatz und Volleyballfeld.

Unsere Erwartungen sind eher niedrig, da einfach zu viele Schleswiger weggezogen sind und Berichte von den letzten Veranstaltungen oft negativ klangen. Andererseits ist es heute ein  triftiger Anlass – schließlich ist es ein Gedenkkonzi für Vadder, den tragischerweise im Januar verstorbenen Sänger der TWENTYTWO COLTSUCKERS. Mit dabei heute die großartigen VANITY RUINS sowie DISABLED mit Jan am Gesang, dem Bruder von Vadder.

Und was soll man sagen? Nicht nur werden wir aufs Herzlichste von der Zentrumscrew empfangen, die auch zum Teil weiterhin aus bekannten Gesichtern besteht, auch trudeln ‘ne Menge Schleswiger Urgesteine wie Dicki, die REZET-Schüttelrüben, die sexy LOUD & DIRTY-Crew, May-Breit & Mudder ein! Und als Steffi und Andi kommen, wissen wir, dass der Abend im Sack ist! Dazu noch eine Zugladung Lübecker/Timmendorfer Freaks, die später den Pit dominieren werden.

Das Essen lecker, Geschichten über Vadder werden erzählt, Jan hat mehrere Fotowände aufgestellt und 22-Merch wird verkauft, dessen Einnahmen genau wie Teile des Eintritts an Vadderns Frau und Kind gehen.

DISABLED böllern höllisch, Jan erinnert an seinen Bruder, anwesend übrigens auch die Eltern und ein weiterer Bruder, der älteste des Trios. Der Laden ist jetzt richtig gut gefüllt, alles sehr intensiv und emotional.

Dann wir. Bocki zaubert einen klasse Sound, ist aber später selbst nicht ganz zufrieden. Der Mob sieht es anders und geht richtig gut ab. Für Vadder gibt es ‘ne Schreiminute, die infernalisch genutzt wird (wir dachten, eine Schreiminute wär eher in Vadderns Sinn gewesen als ‘ne Schweigeminute…) Da VANITY RUINS ja noch ordentlich Zeit haben sollen, lassen wir mal „Water Means Bleeding“ und „Electric Sheep“ weg, dafür gibt es na logisch „Power“ von THOSE TWENTYTWO COLTSUCKERS und weil es so schön ist, auch „Power To Ride“ von 2ND ENGINE. Und da der Timmendorfer Pöbel es vehement fordert, hängen wir ungeplant „Onward To Mayhem“ ran. Am meisten machen mir heute aber „Roadkill BBQ“, „Dial Teddybear 666“ und „Party Of The Damned“ Spaß, unterstützt durch herumkegelnde Leute und Bierfontänen. Selten: Alle Vladis sind danach auch in der internen Wertung zufrieden.

VANITY RUINS reißen danach absolut die Hütte ab. Tatsächlich sindse auch eigenständiger geworden, die Riffs fräsen in fiesester Deathcore-Manier, zum Teil fingerbrecherisch, aber immer voll auffe Zwölf. Was viele BesucherInnen natürlich endgültig aus den Latschen haut, ist der brutale Gesang von Anna. Hoffentlich bald mehr!

Der Abend klingt nur zu früh aus, da alle Bands noch losmüssen. Aber Superding!

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