DIARY

20.02.09 - Weil der Stadt / Kloster

27.02.2009 von Philipp

Der Mönch flieht mit dem Paternoster - denn die Vladis spieln im Kloster!

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Dieses Konz war ursprünglich noch von Vadder / THOSE TWENTYTWO COLTSUCKERS gebucht worden, der jedoch tragischerweise im Januar verstorben ist. VADDER R.I.P.! Für uns überraschend sagte Staiber von den COLTSUCKERS, dass die Band uns dennoch gern dort sähe und ruckzuck hatte auch das Umfeld eine Art Gedenkkonz daraus organisiert, dessen Erlös vor allem an Vadderns Sohn geht.

An einem Freitag die Strecke von Kiel bis ca. Stuttgart zu bewältigen, ist natürlich gar nicht so einfach, zumindest nicht rechtzeitig zum geplanten Termin von 20.00 Uhr… Schließlich müssen einige arbeiten und so.


Der Held des Tages ist Strecker, der uns sein kultiges und festivalerprobtes Strecker-Mobil leiht – samt seiner Erfahrung als Helldriver. Gleichsam heldenhaft der Einsatz von Bocki, der an diesem WE amtlich an den Knöppen zu schrauben gewillt ist!


Mit so einer Besetzung vergehen die acht Stunden wie im Fluge, und mit dem Wetter haben wir echt Glück. So kommen wir immerhin eine Viertelstunde vor unserer geplanten Zockzeit an. Die erste Band hat bereits gespielt, DOOM DIVISION sind bereits in den letzten Songs. Daher verlegt man die in der Region schwer angesagten TIEFLADER vor, um uns noch ein bisken Pause zu gönnen.


DOOM DIVISION kann ich noch kurz sehen – klingen geil, sehr schwer und… doomig. Der Sänger widmet Vadder einen Song. Nämlich das sehr geil gespielte und nah am Original gesungene „Bury Me In Smoke“ von DOWN. Auch TIEFLADER legen Wert auf Groove und erinnern an PANTERA, allerdings mit deutschen Texten.


Das Kloster scheint tatsächlich ein ehemaliger Mönchshort zu sein – coole Räumlichkeiten eigentlich. Gut besucht isses – wobei uns auffällt, dass zwar die meisten trinken und feiern, aber im Grunde niemand besoffen zu sein scheint. Ein schönes Wiedersehen mit Staiber und dem Coltsuckers-Umfeld auf jeden Fall. Die Zeit ist viel zu kurz, denn zack müssen wir schon ran.


Natürlich sind Teile des Publikums nach dem Auftritt der TIEFLADER nun abgedampft. Egal. Krass nah vor der Birne hängen uns die Scheinwerfer und ein Stroboskop-Effekt lässt einen fast erblinden. Da hüpf ich doch nach ein paar Songs lieber von der Bühne und brüll den Leuten direkt ins Gesicht. Hassobjekt der Ansagen sind natürlich die Karnevals-Jecken, die heute parallel Fröhlichkeit erzwingen. WER NICH LUSTIG IS, KRIEGT INNE FRESSE REIN. Wir haben zum Abschluss noch das THOSE TWENTY COLTSUCKERS-Cover „Power“ parat, was heute für die meiste Bewegung sorgt.

Erst danach fällt uns auf, warum uns schon den ganzen Gig über kollektiv das Gefühl plagte, dass irgendetwas fehlt: Steffi und Andi sind nicht da! Die paar Meter von Kiel nach Weil der Stadt, ihr faulen Schweine!


Danach wird der Backstageraum zu unserem Schlafraum erklärt, was allerdings mit der Nutzung als Partyhöhle kollidiert… Irgendwann gelingt es, die Müden von den Unerbittlichen zu trennen und ein harter Kern der BesucherInnen sowie MusikerInnen feiert noch nebenan in der zugehörigen Kneipe und bewirft sich gegenseitig mit Flyern. Irgendwann morgens geh ich pennen – zu DISFEAR pogt Strecker noch mit sich selbst auffem Flur…  

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