DIARY

09.07.2011 – Rd-Rock-Festival

14.07.2011 von Philipp

Deutschland im Arsch

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THONK! Ein seltsam holziges Geräusch direkt in den letzten Takten eines erbaulichen Konzertes. Hm, habe ich in meiner Euphorie gerade das Mikro lassomäßig zu weit geschleudert und Erics Schlagzeug beschädigt? Als ich mich umdrehe, sehe ich Andi mit konzentrierter Miene sein Instrument bearbeiten – da ist das Konzert auch schon zu Ende – wir torkeln von der Bühne, jetzt hält Andi sich die Birne und plumpst mit Sternen vor den Augen auf das Backstagesofa. Oh, das war NICHT Erics Schlagzeug, Scheiße!

Und dabei hat alles so gut angefangen: Das Rd-Rock 2011 – ein dickes Ding. Nicht nur viele gute Bands, auch eine extrem entspannte und positive Atmosphäre. Das neue Team hat offensichtlich alles richtig gemacht. Eine genauere Analyse wird wohl der Dremu-Patchworkbericht bringen, an welchem auch DU dich beteiligen kannst (http://www.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3346:flickenteppich-nicht-a-la-guttenberg&catid=13:nachrichten--allgemeine-news&Itemid=48).

Ich habe bisher MINDBENDER, INSIDE JOB, TYSON, DIANE PARKER’S LITTLE ACCIDENTS, DRIFTWOOD FAIRYTALES, TACKLEBERRY, MOLOTOW SODA, SS-KALIERT, SPITTING SHARKS, CHAOS CONTROL, ERBEN DES ZORNS und NERVOUS BREAKDOWN gesehen, nach unserem Konzert sollen noch SCHEISSE MINELLI, THE OTHER, VALIENT THORR sowie DRITTE WAHL dazu kommen. Genaueres im Dremu-Bericht, hier sprengte das wohl den Rahmen… Aber als völlige Highlights kann ich MOLOTOW SODA und VALIENT THORR nennen.

Unser Auftritt verläuft geradezu harmonisch (okay, bis auf die Sache mit dem Mikro). Hm, man fragt sich als Band ja doch, woran es manchmal liegt, dass ein Auftritt in den Augen der Besucher_Innen/Zuschauer_Innen besonders gut (oder schlecht) ist. (Über diesen Auftritt höre ich später von diversen Leuten, dass sie VRHN bisher „okay“, heute aber richtig gut fanden). Aus eigener Perspektive gibt man ja immer 200 % und kann das nicht objektiv beurteilen. Eins ist klar: Im Zelt ist es viiiel geiler als auf der Waldbühne – sowohl vom Sound (Bocky & JoyBoy) als auch von der Intensität her. So kann man heute vielleicht die Feinheiten, die meine Mitvladis ihren Instrumenten entlocken, besser hören… Oder sich darüber freuen, wie ein paar Freaks in der ersten Reihe dem guten Moe (Schloider-Control) die Unterbuxe bis zu den Ohren hochziehen (ein roter Liebestöter mit Deutschland-Logo – „Deutschland am Arsch!“, wie Joy Boy treffend bemerkt). Und natürlich gibt es wieder viele neue Biester von der kommenden „blauen Platte“ zu hören. Ein anerkannter Synästhetiker hat uns übrigens gesagt, dass (auch) für ihn Vladi eine „blaue“ Band sei, bzw. der Bandname VLADIMIR HARKONNEN von ihm klar mit der Farbe „Blau“ assoziiert wird. Knaller, oder? Somit passt auch unser maritimer Arbeitstitel „Dreadnaught Fever“, den wir heute verkünden und den Song dazu zocken. Ansonsten gibt es ALLES, was ein Vladi-Herz begehrt – Stagedives, Bodenroller, Fistbanging… Nur Andis Fontanelle schmerzt noch, aber er sagt, er habe mir verziehen. Vielleicht zieht er mir aber auch in einem unerwarteten Moment den Bass übern Schädel… Es bleibt spannend…

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