05.02.2010 / Rotenburg, Villa
09.02.2010 von Philipp
Decken-Arschabdruck in der Villa
Juhu, nach ca. einem Jahr mal wieder in die Villa Rotenburg – und dann auch noch mit POWER! Auch dieses Mal ist ein Platz im Streckermobil frei, denn Bocky fährt natürlich bei POWER mit, wir laden uns dafür Rentierflüsterer El Tofu ein.
In der Villa begrüßen uns Ole und Hellke gleich nett und mit Essen – lecker mit Reis gefüllte Paprika und obendrupp so eine Soßensuppe. Killer!
Unter den Gästen sind heute die geliebte BREAK THE SILENCE-Crew in Form von Ballo, Suoki und Zottelzumsel, die halbe IN IRATUS-Mannschaft, Oli von NEURON und scheißeichvergessimmersovieleNamen.
POWER werden immer besser! Ich seh sie heute zum dritten Mal und jeder Auftritt hat einen dicken Tucken mehr Wumms, Leidenschaft und… Power! Von „Run For Your Gun“ über „Späthis Brille“ bis „Kill Your I-Pods“ sind alle Hits dabei, gespickt mit geilen Ansagen wie „Der nächste Song ist voll Rock und handelt über Menschen!“, die meist JoyBoy einstreut. Jubel und stetig steigende Temperaturen bestätigen meinen Eindruck. Zum Abschluss gibt es einen spontanen Gastauftritt von unserem Andi. Der nachdenklich stimmende Song über Alkoholmissbrauch hat den Titel „Schön ein‘ saufen, Aller“ und wird von Andi sehr enthusiastisch dargeboten: http://www.youtube.com/watch?v=dn6ORAixSJU (Thanx an Zottelzumsel).
Die Villa ist jetzt voller Punker, die alle möglichen Räume bevölkern, was die BewohnerInnen nicht stört – man kennt sich halt. Nur ein Besucher hat irgendwie einen kurzen Aussetzer und wirft das Küchenfenster mit einer Bierpulle ein – ansonsten herrlich entspannte Atmo.
Was gibt es Schöneres als ‘ne flotte Floorshow? Ich hab fast den Eindruck, dass sich erst unter ganz engem Kontakt zum Mob das volle vladiistische Energiepotenzial entfaltet. Jedenfalls springen wir alle hin und her, sofern es der Platz erlaubt. Es kommt heute zwar bei allen (!) Instrumenten zu technischen Ausfällen – Eric zerlegt die Fußmaschine, Andi verdreht sich die Podi bei einem Bad in der Menge, Nils und Zarc reißen jeweils Saiten (und mir reißt ein besonders enthusiastischer Besucher aus Versehen den halben Skalp von der Birne) . Aber wen schert dat? El Tofu jedenfalls nicht, deshalb bekommt der heute auch seinen Favoriten „Electric Sheep“, den wir länger nicht gespielt hatten. Die weiche Decke ist so niedrig, dass wir dazu aufrufen, sich mittels Fistbanging dort zu verewigen – Power-Schreigräte Marco gelingt immerhin fast ein Arschabdruck…
Danach macht Veranstalter Ole Disco und befeuert uns mit tollen Songs, sodass die Party Stunden weiterläuft. Nils hat ein neues Spiel kreiert: Er summt zu seinem I-Pod Songs mit, die man daraufhin erraten soll – wenn Power einen Song richtig tippen, gibbet ‘nen Oiro Belohnung, den die Vladis zurückgewinnen können…. Ergebnis: Power fahren reich nach Hause…
Erwähnt werden muss unbedingt noch das superbe Frühstück, welches Ole uns am nächsten Morgen kredenzt. Da ist echt mal alles dabei, was dat Herz begehrt.
Villa Rotenburg rules!
29.01.2010 / Berlin, Supamolly
09.02.2010 von Philipp
Die Vladis im Blizzard
Was für ein Scheißwetter! Wir haben uns gerade das fieseste Wochenende dieses Winters ausgesucht, um zuerst nach Berlin und am Samstag nach St. Ingbert (Saarland) zu fahren! Für die Strecke von Kiel/Rendsburg nach Hamburg braucht man ja sonst drei Stunden – wir sind heute ma locker NEUN Stunden unterwegs…
Da Sturm, Blitzeis und allmöglicher Schweinkram für die Mittelgebirge angesagt werden, rufen wir lieber gleich bei den Veranstaltern in St. Ingbert an und sagen ab – sehr schade, wird aber nachgeholt!
Da Bocky keine Zeit hat (Chaos Control nehmen neuen Stoff auf!), ist ein Platz frei im Streckermobil und den hat sich gleich Schwuss vom Punkrockradio gesichert. Der wundert sich schwer über so manche vladiistische Angewohnheit: Nils hat ‘nen I-Pod auf der Rübe und grölt lautstark Dinge mit, über die ich hier höflicherweise den Mantel des Schweigens decke…
Um halb elf kommen wir dann doch mal an beim Supamolly. Herrlicher Laden mit interessanter Architektur und supernetten Menschen. Vorne ist ‘ne gemütliche Kneipe, dann geht es durch mehrere Flure in ‘nen Zockraum idealer Größe, der auf einer Art Balkon eine zweite Bar beherbergt. Schon beim schmackhaften Essen können wir Marlenchen, Trinkteufel-Tina und den ollen Höllenhund und Philatelisten MC Hackmann in die Arme schließen, später kommen noch diverse weitere Bekannte. Auf den Berliner Mob ist Verlass!
Die Frauen und Männer von PROTECTION OF HATE kann ich aufgrund der ganzen Begrüßungszeremonien und Insohrflüstereien gar nicht ausreichend würdigen, aber ein paar Songs genieße ich bei brachialer Lautstärke und feistem Klang schon noch: Heftiges Geballer zwischen Tradition und Moderne!
Und dann kommt der erste VRHN-Auftritt in Berlin – hoffentlich folgen noch viele weitere, denn dat macht schon Laune hier. Gibt ja Läden, die ebenfalls getrennte Räumlichkeiten in Bezug auf Konzertraum und Bar haben, wo dann ein Großteil der BesucherInnen gar nicht die Bands beschnuppert. Aber das ist hier gar nicht so – und die Berliner Schnauze liegt mir ja eh, weswegen sich ein reger Austausch zwischen Bühne und Mob entspinnt. Mehrere Leute haben heute etwas zu sagen und schnappen sich mein Mikro – so ruft eine Besucherin zur Anti-Mobbing-Aktionswoche auf, worauf MC Hackmann das ganze gleich als Appell zum Gruppenkuscheln versteht und irgendetwas von „purer Geilheit“ ins Mikro stöhnt. So kennen wa euch! Auf dem Heizkörper stehend und schmetternd kann ich einen ansehnlichen Pogo betrachten („Party Of The Damned“) in dessen Strudel ich Huckepack mitgerissen werde. Als Zugabe zocken wir das Ende von „Overkill“, wobei erst Eric auf die Bühne geht und dieses Doublebass-Inferno startet, wir dann nacheinander passend zu unseren Einsätzen hinterherkrabbeln, was bestimmt völlig wie geübt aussieht (isses aber nich)…
Also, bis neun Uhr morgens haben wir ja schon lange nicht mehr gefeiert, jedenfalls nicht zusammen. Aber im Supamolly isses so nett und es sind so viele Leute da, die wir viel zu selten sehen, dass die Stunden wie im Fluge verstreichen. Schön!
16.12.2010 / Flensburg, Hafermarkt
18.01.2010 von Philipp
„Axel, auch 'n Bier?“ – „Danke, erst nach der Arbeit!"
Spektakulär ist gleich dat Essen. Wenn man ein Konzi danach beurteilt, was es auffe Gabel gibt, dann sind wir heute weit vorne: Döner zum Selberbasteln mit diesen geilen Sojaknubbels. Der Hammer. Wir fressen die Teile so gierig auf, dass alles vollgesaut wird.
Die Jungs vonner SCHLOIDERGANG spielen neuerdings nüchtern wie ‘ne sXe-Band. Schon beim Soundcheck fällt pure Kompromisslosigkeit auf: „Axel, auch 'n Bier?“ – „Danke, erst nach der Arbeit". Grund: Ein wohl eher suboptimal verlaufener Gig vor einigen Wochen. Dafür sind die Hunde heute aber auch gut! Da kommt „Aldi Jahre“ doch glatt als Grindcore-Version – Axel blastet, Timo grunzt und Jan kreischt. Herrlich!
Und die Nasen mit dem schönen Namen CAPTAIN DEATH AND THE POWERLORS OF AGGRESSION hatte zumindest ich nicht auf der Pfanne. Was für ein fieses Death Metal-Geschredder! Der dürre Sänger trägt Jogginghose und luschert ständig mit verwirrter Ozzy-Mimik in irgendwelche Textblätter. Dazu wieseln die Finger von Gitarrist und Bassist schneller die Griffbretter rauf und runter, als meine Kontaktlinsen es mir vermitteln können. Der Schuppen ist gut gefüllt mit johlenden Punkern.
Nach unserem Konz loben einige: „Alter, was fürc eine geile Showeinlage, als du diesen Flachköpper gemacht hast. Sah aba ganz schön gefährlich aus!“ Andere fordern: „Du solltest öfter besoffen spielen und so cool auf den Kopp fallen“! Äh, beides stimmt nicht so wirklich: Tatsächlich knickt die Stufe vor der Bühne unter einem Hüpfer von mir weg und ich rassel so urplötzlich auf den Boden, dass ich nicht mal mehr die Hände zum Schutz hochreißen kann. Knackt ganz ordentlich, aber unfasslicherweise scheint meine Rübe aus Beton zu sein und es kann nahtlos weitergehen. Rechtzeitig trudeln Teile von EL FUPA und ALIAS CAYLON ein – schön, euch Hackfressen zu sehen! Ich weiß auch nicht, irgendwie ist dat hier ‘ne klasse Atmosphäre und wir genießen jeden Moment. Nach diversen Bodenrollern und weiteren Stürzen verlassen wir dreckig, verbeult und glücklich die Bühne.
Die geilen DJs Tobi Torpedo & Bert heizen richtig ein und spielen KEINE Schlager, sondern rohen Punk, Metal und Hardcore. Da können die Geburtstage von Roman und Pati wenigstens angemessen begangen werden!
Wir kommen wieder, wenn wir dürfen!
12.12.2009 / Elmshorn, Kantine
17.12.2009 von Philipp
40ster von Hubi, 10 Jahre Skull Harvest
Aber ein gutes Omen wird am Tag des Konzis bekannt: Es zockt auch noch Liedermacher Bodo!
Der Laden entpuppt sich als Gasthof, welchen Hubi (s.o.) gemietet hat. Und es tummeln sich schon ordentlich Leute da drin, ca. 300 sollen es noch werden. Darunter die Hamburger Punks um Fred, die ich hier endlich mal angemessen würdigen muss: Ihr seid ja völlig wahnsinnig! Die Typen gucken sich wirklich jede halbwegs im Norden stattfindende Show von uns an, sei es in Bad Oldesloe, in der Kieler Palenke oder auf Konzerten, wo wir die einzige Band sind, die sie interessiert (z.B. Kielowatt). Scheiße, die zwingen uns noch dazu, bald mal neue Songs zu spielen, sonst bekommen wir ein schlechtes Gewissen. Massiven Dank!
So, vor der ersten Band spielt noch eine erste Band. Hm, ganz schönes Prog-Gefrickel, aber gar nicht so übel, da instrumental (ich befüchte jeden Moment so einen „Hero“-Metal-Sänger).
HIGH GAIN DISTRICT sind schon rockiger, gefällt. Vor allem haben mehrere von denen VALIENT THORR-Shirts an, das gibt Bonuspunkte für guten Geschmack.
Für die Umbaupause kommt Bodo dann auffe Bühne und schmettert seine geilen Hits von „Käptn Blaubär“ über das Lied von der Affenmutter bis hin zum Schwarzfahrersong. Geht IMMER!
Jo, SKULL HARVEST haben heute Jubiläum – 10 Jahre! Unglaublich – warum hab ich die noch nie gesehen. Die Emshorner gehen gut ab, überhaupt eine total nette Mischung aus Punks, Metallern und… halt Freaks. Und wir treffen unerwartet viele Leute, vor allem mit der erwähnten Hamburger Meute haben wir ordentlich Spaß. SKULL HARVEST knüppeln schönen Death Metal, der Gesang erinnert mich an irgendwas, komm ich bis jetzt nicht drauf, klingt aber schön kehlig und röhrig. Und die Schlagzeugerin macht verdammt viel Dampf.
Das endgültig supi Omen kommt von Bodo. Der spielt nämlich meinen Lieblingssong „Vertrockneter Frosch auf der Straße“! Schluchz, schnief.
Jaa, was für ein schönes Konz. Bocky hat den Sound 1A im Griff, der Mob geht ab – wir beschließen gemeinsam: Weihnachten fällt dieses Jahr aus. Den Hamburgern haben wir „Water Means Bleeding“ versprochen (was länger nicht auf der Playlist stand), das lösen wir jetzt auch ein.
Thanx für diesen netten Abend, Glückwunsch Hubi zum 40igsten, hat Spaß gemacht.
28.11.2009 / Rendsburg, T-Stube
04.12.2009 von Philipp
Hallo Opa!
In der T-Stube ist alles neu. Boah, fast schon zu schick! Der Tresen jetzt niedriger, da kann Dani jetzt auch drübergucken! Und so richtige Profilämpgen als Beleuchtung. Sehr angenehm die Räumlichkeiten backstage, welche man neuerdings mitbenutzen darf (auf Erlaubnis der sonst dort residierenden Pfadfinder!).
Eingeladen sind heute auch die jungen OUIT OF LIMIT, die in der Meierei als Überraschung „Party Of The Damned“ mitgezockt hatten. Immer noch unglaublich, dass der Schlagzeuger gerade mal 15 ist. Hoffentlich entdecken sie allerdings noch Liebe für räudigere Klänge.
TACKLEBERRY beglücken danach die Sinne. Ich kann mir die ja immer wieder angucken, andere offenbar auch, denn der Schuppen ist RICHTIG voll. Auch heute geht es gegen Sexistenwixer Mario Barth, und da dieser Werbung für Media Markt macht, wünscht Hannes der Kette eine langsame, schmerzvolle Insolvenz. Right on, die!
Heimspiel, so sagt man wohl im Sport und wir nutzen diesen Vorteil schamlos aus, indem wir jeden Moment hemmungslos genießen. Joyboys geniale Fotos sprechen für sich. Mitten im Pit übrigens ein knutschendes Pärchen. Interessant, dass unsere Musik auch Liebe erzeugen kann. Warum immer so negativ? Ich würde diesen Auftritt recht hoch ansiedeln, wenn man mich nach den allergelungensten VRHN-Gigs fragte.
JoyBoy hat die Musik für danach mit. Und die Tanzschuhe glühen! Kein Wunder, wenn sich MUNICIPAL WASTE und David Hasselhoff mischen, wenn SLIME auf JUDAS PRIEST treffen…
Und Teile des Mobs machen später noch auf der „Perform Transform“-Party in der Kieler Schaubude weiter, wo endgültige Transformationen stattfinden…
27.11.09 / Oschersleben, Alge
04.12.2009 von Philipp
"Ein Pistkit? Bocky, das bist du!"
Die erste Band ist bereits durch, die Veranstalter WAY DOWN beginnen just gerade. Schade, die eigentliche Alge ist saugemütlich (erinnert bisken ans Lübecker Treibsand), doch irgendwie fehlt ein Veranstalter, also findet dat Konz im Proberaum von WAY DOWN statt. Das ist einerseits ganz geil, weil Floorshows immer rulen, andererseits besitzen Proberaumkonzerte so’n gewisses notdürftiges Flair.
WAY DOWN hauen trotzdem rein und die Garage ist gut gefüllt mit Leuten, die diese Band ganz sicher kennen. Hell, wir Vlads, Bocky und Strecker sind bestimmt die einzigen, die WAY DOWN bisher ausschließlich über MySpace kennen. Geiler wütender Hardcore.
TACKLEBERRY definieren den Begriff „Wut“ dann nochmal neu. Brett! Hannes nutzt jeden Millimeter und keift gegen Fußball und Mario Barth, was Applaus findet. Ich kann mit Fußball auch nichts anfangen, will das natürlich generell keinem mies machen. Aber wenn es nun mal Tatsache ist, dass sich schwule Fußballspieler nicht outen können aufgrund der zu erwartenden Ressentiments, dann ist das bitter und lässt einen erkennen, dass die FDP liberaler ist als der Profisport… Aber zurück zu TACKLEBERRY: Brett!
Bocky will jetzt endlich wissen, was zur Hölle das Wort "Pistkit" aus dem Song "Me And The Pistkit" bedeuten soll und konfrontiert Hannes mit dieser Frage. Hannes: "Ein Pistkit? Das bist du, Bocky!" (Anm: Pistkit = pissed kid...)
Das Streckermobil fährt zurück in den Norden und nimmt Tackle-Peder mit, während ich mit den Tackleberrys schlafe. Also, im selben Raum jetzt. Ihr wollt aber immer alles zweideutig verstehen, tz tz. Dabei haben wir ganz unschuldig literaturwissenschaftliche Themen beackert und noch ein bisschen Sternbräu getrunken!
21.11.09 / Kiel, Pumpe - Kielowatt-Festival
23.11.2009 von Philipp
Deine Mudder hat 'ne Mudder
Ja, hossa – da konnten wir doch mal glatt wochenlang nicht zusammen proben.
Der Andi muss abends zur Zeit noch die Schulbank drücken, Nils ist für zwei Wochen außer Landes gewesen und der Rest hat dann eher am neuen Material geschraubt.
Umso heißer sind wir heute. Daher versabbeln wir auch die meiste Zeit untereinander und mit den zahlreichen FreundInnen. Obwohl: Viele der regelmäßigen Vladi-UnterstützerInnen weilen heute woanders, in Flense, inner Bude bei C.O.R. und so. Aber wir lernen ja auch gern neue Menschen kennen.
Daher verpassen wir die meisten Bands, IN ROCK WE TRUST klingen geil nach AC/DC, NIKKI PUPPET rocken amtlich, aber das sind nur kurze Eindrücke im Vorübersegeln.
„Wir fühlen uns gerade irgendwie wie BLACK SABBATH! Nicht, weil wir uns für so geil halten, aber weil wir uns momentan nur auffe Bühne sehen“, so geht das dann auch los für uns. Ordentlich Krawall vor und auf der Bühne. Leider reiße ich Zarcs Tretminen mit meinem Kabel heraus und schleudere sie meterweit durch die Gegend. Noch schlimmer wiegt jedoch ein grammatikalischer Fehler, auf den mich Marlenchen später hinweist: Ich habe „der nächste Song handelt über…“ gesagt. Das ist natürlich grob falsch und kann nur durch Stockhiebe wettgemacht werden. „Der Song handelt von…“, berichtige ich mich hiermit voller Scham. Hass gilt dem Poserblatt „Business Punk“ (das gibt es wirklich!), dessen Poster wir zerreißen, denn so ‘ne präemanzipatorische Scheiße wollen wir nich. Dead Yuppies!
Yeah, BÄD INFLUENCE gefallen mir dann doch außerordentlich. Die Julia bangt, nein, die ganze Band moscht ordentlich und überzeugt wie gewohnt. Geiler zeitloser und irgendwie eigenständiger Metal.
Näxtes Wochenende: Mit TACKLEBERRY in Oschersleben und in Rendsburg. Juhu.
17.10.09 / Neumünster, AJZ
21.10.2009 von Philipp
Inverted Growling Contest!
Ungewöhnlich, aber auch das passiert: Der Gastgeber ist krank und kann nicht zur eigenen Party kommen, die Sause läuft dennoch enthemmt.
Gastgeber sind in diesem Fall die Kieler Metallköppe ERBEN DES ZORNS, die uns netterweise zu diesem Konzi unter dem Banner „Metal & Hardcore gegen Faschismus“ geladen haben. Leider haben sie Besetzungsprobleme und müssen kurzfristig absagen. Die Familie Harkonnen wünscht baldige Komplettierung!
Die AJZ-Crew holt daraufhin mit BLACK UNICORN eine Band aus Neumünster an den Start. Ehrenswert ist hier sicher, dass die Band klar gegen Rechts Stellung bezieht – ist ja im Viking Metal nicht selbstverständlich. WICKINGER GEGEN FASCHOS, ALLER…
So wird es mit vier Bands doch eng im Backstageraum, gleichzeitig bei veganem Essen aber auch gemütlich und warm.
Selten habe ich es in einem AZ erlebt, dass ein Konz um 20.00 (!) beginnt, hier isses so: Die junge Neumünsteraner Band NORTHERN HATE beginnt fucking früh. Aber es sind echt schon Leute da und die Stimmung ist gut. Auf mich wirken die Songs etwas monoton und unnötig lang, aber Engagement und Spaß inne Backen ist vorhanden.
Die Wickinger vom schwatten Einhorn haben einen charismatischen Sänger, der die Ansagen ohne Mikro in den Raum spricht. Vorne geht ordentlich Headbanging, das Publikum erscheint heute wesentlich motivierter, als ich es von anderen Besuchen im AJZ in Erinnerung habe. Bocky findet es scheiße, dass die über die Varusschlacht singen, aber solange da nix glorifiziert wird, kann man meines Erachtens ruhig über den ollen Arminius schmettern. Ansonsten gehen mir Thor und Odin ebenso wie andere Religionen am Mors vorbei.
CRY MY NAME als nächste, Kollegen aus Rendsburg, die auch z.T. die Ballernacht organisieren, auf der nächste Woche die Mexikaner HERE COMES THE KRAKEN spielen werden. Mit zwei SängerInnen zeigt man, was ‘ne Metalcore-Harke ist. Ist nicht ganz so mein Ding stilistisch, aber wen interessiert hier meine Meinung – Hauptsache, DIE haben Spaß.
Yeah, entgegen unserer Erwartungen ist ein erwartungsvoller Mob vorhanden, den auch Zarc durch exzessives Crabbing nicht verscheuchen kann. Ich versuche, meine Mitharkonnens durch wohldosierte Schläge auf die Hinterköppe noch zusätzlich zu motivieren. Es zeigt sich, dass da nur der Andy wirklich drauf steht… Da heute so viele Bands zocken, verzichten wir schweren Herzens auf „Water Means Bleeding“ und „Electric Sheep“, aber dafür gibbet zum Abschluss das Ende von MOTÖRHEADs „Overkill“. Und der erste große INVERTED GROWL-CONTEST Neumünsters ist ganz sicher reif für dat verfickte Guiness Buch! Schwein kriegt Stromschlag! Ein Abend, der viel besser verlaufen ist, als wir gedacht hatten (warum auch immer, sind halt gegen alle Erfahrung Pessimisten)!
18.09.09 / Hannover, Stumpf
20.09.2009 von Philipp
Bored of being pissed
Nach einer Klassenfahrt auf Schloss Dankern (mit ‘ner achten Klasse) heißt es für mich nicht etwa nach Hause und Ausruhen, sondern direkt nach Hamburch, rein ins Strecker-Mobil und weiter Richtung Hannover auf ‘nen Vladi-Gig.
Und gleich fühle ich mich immerhin WIE zu Hause, das allgemeine Niveau ist jedenfalls eher niedriger als jenes der pubertierenden Achtklässler: Andi dreht nach einer Woche Überstunden am Rad, hat Sabbelwasser im Kopp, piekst jeden, schüttet Strecker mit Alkohol voll, reißt mir Haare aus… und wird schließlich von Bocky zur Räson gebracht, indem dieser ihm resolut beißt. Ja, richtig gelesen: beißt! Die Pieksfinger werden – zack – wie von ‘nem Leguan verschluckt und Bocky hinterlässt im zarten Fleisch der Uranus-Griffel recht ansehnliche Bissspuren.
Das Stumpf ist ja allein deswegen ungewöhnlich, weil es mitten aufm Campus der Hannoveraner Uni liegt. Ich mein – welcher Asta erlaubt schon ein autonomes Zentrum auf dem Gelände? Im Innenhof machen Punks später einfach Feuer, überall wird offensiv gezecht usw.
Das Essen muss echt mal extra erwähnt werden – es entschädigt sogar für den „Ihr redet ja alle wie Werner“ (argh!) -Willkommensspruch.
Wir bereiten uns darauf vor, eher für uns und die andren Bands zu spielen, denn noch um 22.00 Uhr ist original KEIN Besucher auszumachen.
ABER Überraschung: Es wird sogar gut gefüllt, gegen 23.00 Uhr kommen die Punker aus ihren Löchern und wir begrüßen Bekannte aus Salzgitter, Verden usw. Cheers an Zottel und Ballo.
G.P.A., sprich GOVERNMENT POWER ABUSE, rüpeln herrlich asozial los. So lass ich mir das gefallen. Andi versucht es derweil nochmal bei Bocky, der ihn diesmal mit einer Kampftechnik stoppt, die er in zahlreichen Gaardener WGs erlernt hat: Dazu reichen zwei Finger und Entschlossenheit: Je ein Finger in je ein Nasenloch und alles ruckartig nach hinten reißen…
Hups, nu bereits wir: Die Punker werden zur Begrüßung als Studenten beschimpft, die offenbar deshalb so spät gekommen seien, weil sie noch… studiert hätten in ihren Jura-, BWL- und VWL-Schmökern. Das schafft schon ma die Basis für eine nette Atmosphäre, he he. Andi bekommt ordentlich das Mikro auf die Rübe, da er sich jetzt nicht wehren kann (psst: Ich glaub eh, dass er da drauf steht). Vielleicht kann man den Reigen bald ma auf YouTube gucken, Zottel filmt jedenfalls eifrig mit und wir beenden den Auftritt verschwitzt und dreckig (Bodenroller, ne). Ich würd ma sagen, fast auf Kopernikus-Level (der Kopernikus-Gig ist in der internen Vladi-Wertung ganz weit oben).
CHUCK DAMAGE teilen sich mit SHORT FUSE einen Gitarristen, nämlich Matze. Daher gibt es heute sowohl die CHUCK DAMAGE- als auch die neue SHORT FUSE-LP abzuernten. Beide Hammer, unbedingt kaufen. Und wenn schon SHORT FUSE laut Confi-Bolle eine der fünf besten dt. Hardcorebands ist, so müssen CHUCK DAMAGE nicht zurückstehen. Old school as fuck, schnell wie die Hölle und angepisst wie olle MINOR THREAT. Der Sänger blutet bald aus der Nase. Das passt zu Texten wie „Fucked Up And Passed Out“ oder „No Win Situation“ – herrlich rabiat und schonungslos.
Leider müssen wir danach noch nach Hause fahren – schade, hätten gerne da gepennt. Näxtes Mal!
Besten Dank an die Orga, u.a. Horst Stinkfisch & Frolic von FRANZ WITTICH (7" "Ich liebe Punk" = GEIL)!
12.09.09 / Flensburg, Volxbad
14.09.2009 von Philipp
Normal soll da nochmal richtig schön.
Nachdem EL FUPA auf der Releaseshow zu unserer „Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading“ in der T mitgezockt hatten, flatterte unlängst die Einladung zum Release-Gig für das Debut von EL FUPA rein! Wir sagten na klar zu und so sitzen wir heute im gemütlichen Volxbad.
Zu genießen ist nicht nur das überdurchschnittlich gute Essen, sondern auch die entspannte Atmosphäre zwischen zahlreichen Bekannten, die den Abend über eintrudeln.
WRECK//AGE haben einfach mal Vladi-Buttons gemacht, sehr geil, denn wir selbst waren dafür bisher zu faul. Schicke Biester, die demnächst hoffentlich in inflationärer Stückzahl feilgeboten werden.
Der Gig von WRECK//AGE verläuft hervorragend – der Klang ist astrein, drückt schön. Seit dem letzten Auftritt der Band, den ich gesehen habe (in der Meierei), ist da richtig viel passiert. Wütender Crust/Hardcore, wie er gut auf Skuld rauskommen könnte.
Die Bühne haben EL FUPA stilecht mit klebrigen Spinnweben dekoriert, zwischen denen man sich leicht verfangen kann. Das ist wohl nicht der Grund, weswegen sich Andy unsanft auf den Hintern packt… Yeah, die Vladis haben die Ehre, endlich mal das Volxbad zu rocken – und wir genießen jeden Moment. Zarc hat sein pissgelbes „Flash Gordon“-Shirt an, ein oller SF-Streifen aus den 80ern, zu dem QUEEN den Soundtrack gemacht hatten. Darauf angesprochen zockt der Fucker doch glatt gleich Brian-May-Riffs. Das Publikum ist gut gelaunt, aber tanzfaul. Nu, muss ja auch nicht, aber dafür gibt es den Schuh-Check und einige bekommen ordentlich was auf die Hühneraugen (siehe Fotos).
EL FUPA erfüllen dann die hohen Erwartungen und brettern nach ‘nem Bernd-Knauer-Intro voll los. Ohne Gnade Spidercore. „El Fuuuupa“ grölt Gerri manisch und lässt sich in die Netze der Deko fallen, um wie ein B-Movie-Horroropfer mit allen Tentakeln zu rudern. Is nich viel langweilig, im Gegenteil, is viel unterhaltsam. Eine Stoffspinne fliegt hin und her, der Mob ist in Wallung geraten. Ich glaub, ich tanze fast mehr als beim eigenen Gig, gibt sogar ‘nen Circle Pit.
Danach legt Wildschweineimer-Kolja auf und so kann der Abend nur als rundum gelungen gelten!











